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Straßen-Demo: Gegen Wohnungsnot und hohe Mieten

Von: dpa

Meldung vom 08.04.2019

Ab Klasse 4  

Quiz von Silke Fokken

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Berlin (dpa) - Zehntausende Menschen haben sich am 6. April 2019 in mehreren Städten auf der Straße versammelt: Mit bunten Verkleidungen, Plakaten und Musik machten sie bei einer großen Demo auf ein Problem aufmerksam: hohe Mieten für Wohnungen.

"Wohnen für alle", stand auf einem Schild. Andere Leute trugen ein Banner mit der Aufschrift: "Gemeinsam gegen Mietenwahnsinn". In vielen Städten Deutschlands und Europas gingen Menschen zum Demonstrieren auf die Straße. Sie meinen: Die Mieten in ihren Städten sind zu hoch und steigen noch. Sie befürchten: Bald können sie sich ihre Wohnungen nicht mehr leisten.

Es gibt viele Gründe dafür, dass die Mieten steigen. Zum Beispiel ziehen viele Menschen aus kleineren Orten in die Großstädte, etwa weil sie dort eine Arbeit gefunden haben. So steigt die Zahl der Einwohner von Städten wie Berlin, Hamburg oder München.

Um all die neuen Menschen in den Städten aufzunehmen, müssten viel mehr neue Wohnungen gebaut werden, sagen Fachleute. Doch das geht bisher nur langsam voran. Viel langsamer als die Zahl neuer Einwohnerinnen und Einwohner wächst. Deshalb bewerben sich oft sehr viele Leute auf eine freie Wohnung. Ist das so, kann der Vermieter leicht einen höheren Preis dafür verlangen, als wenn sich keiner für seine Wohnung interessieren würde. Auch dadurch steigen die Mieten.

In bestimmten Stadtteilen kann sich dann nur jemand, der sehr viel verdient, überhaupt eine Wohnung leisten. Oder man bekommt nur eine kleine Wohnung, obwohl die Familie eigentlich mehr Platz bräuchte. Politiker und Politikerinnen haben sich zum Thema Mieten schon viele Gedanken gemacht und neue Regeln erlassen. Etwa um Vermieterinnen und Vermieter daran zu hindern, die Mieten noch mehr zu erhöhen.

Die Demonstrantinnen und Demonstranten aber finden: Die Regeln funktionieren nicht und sie reichen auch nicht aus. Sie fordern die Politik deshalb auf, mehr gegen steigende Mieten und teuere Wohnungen zu unternehmen.
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