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Deutschland verkauft seinen Müll

Von: dpa

Meldung vom 02.05.2019

Ab Klasse 3  

Quiz von Silke Fokken

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Berlin/Genf (dpa) - Müll ist nicht so wertlos, wie viele Menschen denken. Es lässt sich sogar Geld damit verdienen - und man ist den Abfall dann los. So macht Deutschland ein Geschäft mit Müll:

Deutschland verkauft etwa Plastikmüll in andere Länder. Dort kann das Plastik dann wiederverwertet und zum Beispiel zu neuen Dingen verarbeitet werden. Es gibt Beispiele, wo aus alten Plastikflaschen Garn für Pullover entsteht.

Mit Müll lässt sich viel Geld verdienen: Für eine Tonne Plastikmüll bekommt man etwa 700 Euro. Eine Tonne ist etwa so schwer wie ein kleines Auto.
So teuer verkaufen kann man Plastik allerdings nur, wenn der Müll aus nur einer Sorte Plastik besteht. Sind die Sorten gemischt, lässt sich das Plastik nur schlecht verarbeiten.

Deshalb gilt die Regel: Man darf nur Plastikmüll verkaufen, der auch wiederverwertet wird. Doch nicht alle Menschen halten sich an diese Regel. Fachleute haben zum Beispiel im Land Malaysia Müll aus Deutschland in der Natur gefunden. Der Müll wurde also nicht weiterverarbeitet, sondern etwa auf einer Müllkippe gelagert.

Ende April 2019 berieten Fachleute darüber, wie man so etwas verhindern kann. Die deutsche Umweltministerin Svenja Schulze setzt sich dafür ein, dass weltweit nur noch Plastikmüll verkauft werden darf, der sauber nach Sorten getrennt ist. Der ordentlich sortierte Plastikmüll könnte dann auch leichter wiederverwertet werden.
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