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11. September: Tag der Erinnerung

Von: dpa

Meldung vom 12.9.2011

Ab Klasse 5  

Quiz von Silke Fokken

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New York (dpa) - Es waren sehr viele Namen, die am 11. September 2011 in der Stadt New York in den USA vorgelesen wurden. Es waren die Namen von Menschen, die nicht mehr leben. Sie starben vor genau zehn Jahren an diesem Tag - am 11. September 2001 - bei grausamen Terroranschlägen. Um an die Opfer von damals zu erinnern, kamen in den USA, aber auch in Städten vieler anderer Länder weltweit, tausende Menschen zu Gedenkfeiern zusammen.

Auch zehn Jahre nach den Anschlägen ist für viele Menschen schwer zu begreifen, was damals passierte: Terroristen entführten in den USA vier Flugzeuge. Zwei Maschinen steuerten sie in zwei Wolkenkratzer in New York. Die hohen Bürotürme krachten zusammen. Dabei starben viele Menschen - darunter auch viele Feuerwehrleute sowie Polizistinnen und Polizisten, die helfen wollten. Den Namen des Gebäudes kennen heute viele: Es hieß World Trade Center (gesprochen: wörld träid ssenta).

Ein anderes Flugzeug lenkten die Terroristen in das amerikanische Verteidigungsministerium. Das Gebäude brannte. Wenig später stürzte das vierte Flugzeug nach einem Kampf auf ein Feld. Passagiere hatten sich gegen ihre Entführer gewehrt. So verhinderten sie, dass die Maschine, wie von den Entführern geplant, in ein weiteres Gebäude stürzte. Die Attentate vom 11. September hatte die Terrorgruppe Al-Kaida geplant. Einer ihrer größten Feinde sind die USA. Bei den Anschlägen wurden rund 3000 Menschen getötet.

In den USA gab es am 11. September in diesem Jahr besonders große Gedenkfeiern. An einigen nahm auch US-Präsident Barack Obama teil. Genau um 8.46 Uhr der New Yorker Zeit hielten viele Menschen bei einer Schweigeminute inne. Denn zu der Uhrzeit explodierte das erste entführte Flugzeug im Nordturm. Auf dem Gelände der beiden zerstörten Türme wurde außerdem ein Gedenkpark eröffnet. Zu ihm gehören zwei riesige Wasserbecken: Oben am Rand der Becken stehen die Namen der Opfer der Anschläge auf großen Tafeln. Und in die Tiefe rauscht Wasser. Auch dorthin kamen viele Angehörige, um zu trauern.

Was hat sich seit 2001 verändert?

Nach dem 11. September 2001 hat sich vieles verändert. Seit Terroristen in den USA Flugzeuge als Waffen benutzten, wird in den USA und anderen Ländern wie auch Deutschland sehr viel mehr auf Sicherheit geachtet. Politikerinnen und Politiker haben etliche Gesetze verabschiedet, die vor Terror schützen sollen. Das heißt zum Beispiel:

TÜTCHEN: Wer mit dem Flugzeug verreist, wird viel stärker kontrolliert - auch sein Gepäck oder andere Flugfracht. Zum Beispiel brauchen Fluggäste eine kleine durchsichtige Tüte. Darin müssen Cremes oder Flüssigkeiten in Döschen oder kleinen Flaschen verstaut werden - erlaubt sind nur Mini-Mengen. Nur dann dürfen sie mit auf den Platz in den Flieger genommen werden. Damit soll verhindert werden, dass Terroristen mit flüssigem Sprengstoff einen Anschlag verüben.

DURCHLEUCHTER: Große Aufregung gab es um sogenannte Körper-Scanner (gesprochen: Skänner). Diese Geräte wurden mehrere Monate am Flughafen in Hamburg getestet. Mit ihnen können Flugpassagiere bis auf die Haut durchleuchtet werden - fast so, als seien sie nackt. Damit sollen Sprengstoff oder Waffen entdeckt werden, die am Körper versteckt sind. An deutschen Flughäfen werden die Geräte aber erst mal nicht eingeführt, hieß es Anfang September. Die Scanner funktionieren wohl noch nicht richtig gut.

REISEPASS: Wer einen neuen Reisepass braucht, muss seinen rechten und linken Zeigefinger auf ein Gerät drücken. Ein Chip speichert ihn. Der kommt dann mit einem digitalen Bild des Besitzers oder der Besitzerin auf den Ausweis. So soll es unmöglich sein, den Pass zu fälschen. Denn der Fingerabdruck eines Menschen lässt sich nicht so einfach nachmachen. Diesen elektronischen Reisepass brauchen Menschen für eine Reise in die USA oder andere ferne Länder.

ÜBERWACHUNG: Wenn ein Mensch verdächtig ist, dürfen Sicherheitsleute seinen Computer überwachen. Auch können die Geheimdienste Auskunft von Banken und Fluglinien verlangen. Dass der Staat mehr kontrollieren darf als früher, daran gibt es viel Kritik. Die Angst vor Anschlägen habe dazu geführt, die Rechte der Menschen zu sehr einzuschränken. Das sagen Bürgerrechtlerinnen und Bürgerrechtler in den USA und auch in Deutschland.
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