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Ich war's! Warum sich Steuer-Trickser selbst anzeigen

Von: dpa

Meldung vom 23.4.2013

Ab Klasse 3  

Quiz von Susan Schädlich

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Berlin (dpa) - Wenn man vom Nachbargrundstück Erdbeeren klaut, kann es Ärger geben. Dann möchte man eigentlich nicht zugeben, dass man Mist gebaut hat. Vielleicht ringt man sich aber trotzdem dazu durch. Weil man weiß, dass man dann nicht so schlimm bestraft wird.

Das machen auch Erwachsene manchmal, zum Beispiel diejenigen, die versucht haben, bei den Steuern zu tricksen. Steuern sind Geld, das Bürgerinnen und Bürger an den Staat zahlen. Damit werden dann zum Beispiel Schulen renoviert, Straßen gebaut oder arme Menschen unterstützt.

Gerade sorgt ein Promi für Aufregung, weil er bei den Steuern betrogen hat. Der Präsident des FC Bayern, Uli Hoeneß, hat sich selbst deswegen angezeigt.

"Steuerbetrüger zahlen weniger, als sie eigentlich müssten", erklärt ein Experte. Man sagt auch: Jemand hat Steuern hinterzogen. Zum Beispiel bringen solche Leute Geld auf eine Bank im Ausland, ohne dem Staat etwas davon zu sagen. Das ist aber verboten. Wer wegen Steuerbetrugs erwischt wird, kann eine Geldstrafe aufgebrummt bekommen. Oder man muss sogar ins Gefängnis.

Manchmal bekommen Steuerbetrügerinnen und Steuerbetrüger deshalb auch Angst, dass das jemand merkt. Sie gehen dann lieber selbst zum Finanzamt und zeigen sich an. Aber was hat jemand davon? "So eine Selbstanzeige ist wie ein Geschäft", sagt der Experte. Der Fall wird geprüft. Stellt sich heraus, dass es eine Steuerhinterziehung gab, bedeutet das: Der Staat bekommt sein Geld. Und der Steuersünder oder die Steuersünderin bleibt straffrei, sagt der Experte.

So eine Selbstanzeige geht aber nur, wenn sich der der- oder diejenige rechtzeitig meldet. Und zwar bevor ihnen jemand auf die Schliche kommt. Außerdem darf die Person nicht zu viel Steuergeld hinterzogen haben. Und es muss alles nachgezahlt werden. Sonst ist das Geschäft geplatzt - und es gibt trotzdem kräftig Ärger mit dem Staat.
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