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Flugzeugabsturz - Wer steckt dahinter?

Von: dpa

Meldung vom 21.07.2014

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Quiz von Silke Fokken

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Moskau/Amsterdam (dpa) - Ein Flugzeug stürzt ab, mit fast 300 Menschen an Bord. Dieses Ereignis in dem Land Ukraine sorgt Mitte Juli weltweit für Entsetzen. Viele Menschen sind traurig, aber auch wütend. Sie diskutieren heftig über die Frage: Wer ist schuld an der Katastrophe? Mehrere Fachleute glauben, dass jemand die Maschine mit Absicht zum Absturz gebracht hat.

Das Flugzeug war in unserem Nachbarland Niederlande gestartet. Es flog Richtung Malaysia, einem Land im Südosten Asiens. Auf diesem Weg überquerte es auch die Ukraine. Hier stürzte es am 17. Juli 2014 ab. Alle Menschen an Bord kamen ums Leben. Wie es genau zu dem Absturz kam, ist wenige Tage später noch unklar. Aber mehrere Fachleute gehen davon aus, dass die Maschine mit einer Rakete abgeschossen wurde.

In dem Gebiet, über dem das Flugzeug abgestürzt ist, gibt es seit einiger Zeit Kämpfe. Das Gebiet zählt zur Ukraine. Dort hat aber eine Gruppe die Macht übernommen, die lieber zu ihrem Nachbarland Russland gehören will. Die Leute werden auch Separatisten genannt. Die ukrainische Regierung will dagegen, dass das Gebiet weiter zur Ukraine gehört. Deswegen herrscht zwischen beiden Seiten Gewalt. Dabei sind auch schon Menschen ums Leben gekommen.

Die ukrainische Regierung behauptet nun: Separatisten hätten das Flugzeug abgeschossen, weil sie vielleicht geglaubt hätten, dass es sich um eine feindliche Militärmaschine handeln würde. Aber die Separatisten widersprechen: Sie hätten nichts mit dem Absturz zu tun. Im Gegenteil, die ukrainische Regierung sei dafür verantwortlich. So geben sich beide Seiten gegenseitig die Schuld.

Politikerinnen und Politiker aus vielen Ländern fordern nun, dass Fachleute genau untersuchen, was geschehen ist. Dafür ist es vor allem wichtig, dass sie zwei Geräte aus dem Flugzeug finden und untersuchen können: den Flugdatenschreiber und den Stimmenrekorder. Der Stimmenrekorder zeichnet während eines Fluges alle Gespräche der Pilotinnen und Piloten und Geräusche im Cockpit auf. Der Flugdatenschreiber hält viele Daten des Flugzeugs fest. Etwa, wie hoch es geflogen ist und wie schnell. "Das Gerät speichert auch, welche Knöpfe die Piloten gedrückt oder welche Hebel sie gezogen haben", erklärt ein Fachmann. Mit den Daten findet man nach einem Absturz leichter heraus, was passiert ist. Zusätzlich sollen etwa die Trümmerteile der Maschine untersucht werden.
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