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Schulstunden für den Notfall

Von: dpa

Meldung vom 26.01.26

Ab Klasse 4  

Quiz von dpa

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Winnenden (dpa) - Matilda, Simon und Lara wissen jetzt, wie sie einen Notfall-Rucksack packen müssen. Was gehört da hinein, wenn man schnell von zu Hause weg muss, zum Beispiel, weil Hochwasser kommt?

Die drei haben das gerade im Unterricht gelernt. An ihrer Schule im Ort Winnenden im Bundesland Baden-Württemberg gab es dazu eine Arbeitsgemeinschaft, kurz: AG, zusammen mit der Hilfsorganisation Malteser. In einen Notfall-Rucksack gehören zum Beispiel eine Wasserflasche, Essen und Kleidung für einige Tage. Fachleute empfehlen für Kinder auch einen Brustbeutel, der mit dem eigenen Namen und der Adresse beschriftet ist.

Natürlich hofft man, dass nie ein Notfall kommt. Er ist schließlich auch eine große Ausnahme. Aber erst vor Kurzem hatten tausende Menschen in Berlin tagelang keinen Strom und keine Heizung, weil jemand Kabel zerstört hatte. Auch das ist ein Grund, warum Fachleute fordern: Vorsorge für Notfälle gehört in den Unterricht.

Der 13-jährige Simon sieht das auch so: "Ich finde, da sollten wir in Zukunft besser vorbereitet sein." Matilda und Lara haben außerdem mitbekommen, wie bei Bekannten der Keller mit Wasser vollgelaufen ist. "Seitdem dachte ich mir dann: Ja, wäre es nicht vielleicht schlau, wenn man sich ein bisschen mehr darüber informiert?", erzählt Lara.

Zum AG-Programm gehört auch ein Einkauf im Supermarkt. Die Aufgabe: einen Notvorrat für eine Familie anlegen. Die Schüler entscheiden sich unter anderem für haltbare Milch, Konservendosen und Fertigsuppen.

Wichtig sei auch, zu überlegen, wie man sich in einer Notsituation beschäftigen kann, wenn alles Wichtige erledigt ist, erzählt Lehrer Florian Hambach. Manchmal höre er: "Ach, Tiktok funktioniert dann gar nicht mehr. Was mache ich denn in meiner Freizeit dann?" Ein Kartenspiel ist eine Möglichkeit.

Ein Minister der deutschen Regierung findet übrigens: Wenn Kinder lernen, wie es geht, dann bringen sie es auch ihren Familien bei.
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