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Kugelrund in den Winter

Von: dpa

Meldung vom 12.10.2020

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Anchorage (dpa) - Die Vorher-Nachher-Fotos im Internet zeigen es deutlich: Rund und fett gefressen ziehen sich die Braunbären ab Oktober in ihre Höhlen zurück. Wenn sie diese dann im Frühling wieder dauerhaft verlassen, sind sie ziemlich mager. Ein Drittel ihres Gewichts verlieren Braunbären während ihrer Winterruhe. Zum Vergleich: Ein 30 Kilogramm schweres Kind würde in der Zeit zehn Kilogramm verlieren.

Die Winterruhe der Tiere hat nichts damit zu tun, dass sie bei Schnee und Eis schnell frieren würden. Doch sie finden in dieser Zeit kaum etwas zu fressen. Deshalb polstern sie sich ihre Höhle mit Gras, Farn oder Flechten aus und dösen ein paar Monate vor sich hin. Nur ganz selten verlassen sie ihren Unterschlupf. Doch klar ist: Um die Zeit gut zu überstehen, müssen sie sich eine Menge Reserven anfuttern.

Um auf die Lebensweise der Braunbären aufmerksam zu machen, haben Natur-Fachleute aus dem Land USA einen Spaß-Wettbewerb veranstaltet. Sie suchten die fettesten Braunbären in ihrem Nationalpark. Etwa 2.000 Braunbären leben in der Region. Doch auch in Europa ziehen einige umher, etwa im Land Rumänien.

Im Internet konnte man abstimmen, welcher Bär im Nationalpark gewinnen soll. Nun steht fest, dass der Bär mit der Nummer 747 gewonnen hat. Er trägt den Spitznamen Jumbo Jet, wie ein riesiges Flugzeug. Tatsächlich gewogen haben die Menschen Jumbo Jet nicht. Das wäre ziemlich gefährlich. Im vergangenen Jahr schätzten sie sein Gewicht auf etwa 630 Kilogramm.

So ein Gewicht legt man sich aber nicht nur zu indem man Wurzeln und Beeren frisst. Nummer 747 hat auch beim Lachs-Fang ordentlich zugelangt. Der Fisch gehört nämlich zu den Hauptspeisen der Braunbären. In diesem Jahr seien besonders viele Lachse im Fluss gewesen, sagt ein Fachmann. Jumbo Jet sei ein besonders guter Angler, erklärt der Experte und fügt hinzu: "Der wuchtigste Bär, den ich je mit eigenen Augen gesehen habe."
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