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Ein Funke genügt

Von: dpa

Meldung vom 27.04.2020

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Berlin (dpa) - Flammen steigen auf, Rauch ist zu sehen: Solche Bilder gab es in den vergangenen Tagen öfter. Denn in mehreren Gegenden von Deutschland kämpfte die Feuerwehr gegen Waldbrände. Solche Einsätze stellen die Rettungskräfte vor riesige Herausforderungen.

Ein Waldbrand passiert unheimlich schnell. "Jedes Feuer braucht einen Brennstoff und Sauerstoff", sagt der Waldbrand-Fachmann Ulrich Cimolino. Trockene Pflanzenreste, Samen, Gräser, Laub, Nadeln und kleine Zweige brennen besonders gut. "Davon gibt es draußen in der Natur reichlich. Vor allem, wenn es lange nicht geregnet hat."

In den zurück liegenden Wochen hat es hierzulande schon wieder viel zu wenig geregnet. Die Böden sind trocken, die Pflanzen bekommen kein Wasser. Weil es auch in den vergangenen zwei Jahren zu trocken war, sind viele Wälder geschädigt. "Dort genügt schon ein kleiner Funke, der das trockene Holz entzünden kann", erklärt der Fachmann weiter.

Ein Waldbrand kann zum Beispiel durch einen Blitzeinschlag entfacht werden. Meistens sind aber Menschen dafür verantwortlich. Etwa, wenn jemand im Wald raucht oder ein Feuer legt. Ein Brand kann auch von heiß gelaufenen Maschinen oder nach längerer Fahrt geparkten Autos ausgehen. "Kommt dann noch Wind ins Spiel, breitet sich ein Feuer sofort aus", sagt Herr Cimolino.

Das muss die Feuerwehr dann schnellstmöglich verhindern. Schließlich sind unsere Wälder wichtig. Die Blätter und Nadeln der Bäume erzeugen wie andere Pflanzen den Sauerstoff, den wir atmen. Die Wurzeln der Bäume halten an Hügeln den Boden fest, so dass er nicht abrutscht. Und das Holz der Bäume wird als Brennstoff für Öfen oder als Baumaterial gebraucht.

Doch es ist nicht leicht einen Waldbrand zu löschen. Die brennenden Flächen sind sehr groß. Die Feuerwehrleute kommen über die schmalen Waldwege oft nicht mit ihren Löschwagen an die Flammen heran. Es ist auch nicht überall ein Fluss oder ein Teich in der Nähe, um dort das Wasser zum Löschen zu benutzen.

"Ein Waldbrand ist daher meist ein Riesenaufwand", sagt Ulrich Cimolino. "Man braucht mehr Feuerwehrleute, mehr Ausrüstung und viel mehr Zeit." Während ein Brand in einem Haus nach wenigen Stunden gelöscht ist, haben die Rettungskräfte mit einem Waldbrand oft Tage und Wochen zu tun. Darum will man möglichst dafür sorgen, dass es gar nicht erst zu einem großen Feuer kommt.
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