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Manöver Schwerelosigkeit

Von: dpa

Meldung vom 26.09.2012

Ab Klasse 3  

Quiz von Susan Schädlich

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Bewertung:
Berlin (dpa) - Stéphane Pichené ist Pilot. Der Franzose fliegt ein atemberaubendes Manöver. Der 50-Jährige steuert das Flugzeug erst steil nach oben. Dann kippt er es nach vorn und stürzt ebenso steil nach unten - ein bisschen wie eine Achterbahnfahrt. Wenn er das macht, schweben die Leute im Flugzeug für 22 Sekunden in der Luft. Sie sind schwerelos, wie Raumfahrer oder Raumfahrerinnen im Weltall.

Von der Seite sieht das Flugmanöver so aus, als würde er den Umriss einer Glocke nachfliegen. Das nennt man einen Parabelflug. Warum die Leute dabei schweben? Stéphane Pichené erklärt: Das sei ein bisschen so, als ob man von einem Sprungbrett ins Schwimmbecken springt. "Wenn ihr in der Luft seid, habt ihr einen Moment das Gefühl, dass euer Körper viel leichter ist", erklärt er. "In diesem Moment seid ihr im freien Fall und habt einige Sekunden nur sehr geringe Schwerkraft."

Als Schwerkraft bezeichnet man die Anziehungskraft der Erde. Alle Gegenstände werden von der Erde angezogen. Deshalb fließt Wasser immer nach unten und der Apfel fällt vom Baum. Auch im freien Fall ist ein Gegenstand kurz schwerelos. Deshalb schwebt bei dem rasanten Flugmanöver alles, was sich im Innern des Flugzeugs befindet.

Das ist für die, die mitfliegen, sehr lustig. Sie können zum Beispiel Purzelbäume in der Luft schlagen. Allerdings müssen sie während des Auf-und-Abs auch aufpassen, dass ihnen nicht schlecht wird.

"Es ist etwas speziell, dieses Manöver zu fliegen, weil es nicht so üblich ist", erzählt der Pilot. Deshalb ist er auch nicht allein im Cockpit: Neben ihm sitzt ein zweiter Pilot. Außerdem sind noch zwei weitere Männer dabei, die den beiden dabei helfen, das Flugzeug zu steuern. Sie alle sind mit Gurten an ihren Sitzen festgemacht - sonst würden sie ja ebenfalls in der Luft schweben.
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