Durchblicken, wer dahintersteckt

Von: dpa

Meldung vom 29.03.2021

Ab Klasse 5  

Quiz von dpa

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Bewertung:
Zwei Gruppen, zwei gegensätzliche Ideen - darum geht es oft in der Politik. Stell dir dieses Beispiel vor: Auf ein freies Grundstück würde prima ein Spielplatz hinpassen. Das fänden die Familien in der Nachbarschaft gut. Die älteren Menschen hätten aber lieber einen Supermarkt, damit der Weg zum Einkaufen kürzer ist. Beide Gruppen setzen sich nun bei der Bürgermeisterin für ihre Idee ein.

Sie sind dann Lobbyisten. So nennt man Leute, die die Interessen bestimmter Gruppen vertreten. In der Politik übernehmen das allerdings häufig Profis. Sie werden zum Beispiel von den Herstellern von Medikamenten oder Autos eingesetzt. Aber auch Umweltschutz-Organisationen, Sportverbände oder Gewerkschaften wollen mit ihrer Hilfe Einfluss auf Entscheidungen nehmen.

Das kann auch nützlich sein für die Politikerinnen und Politiker. Denn die Lobbyisten kennen sich oft gut in ihrem Bereich aus. Sie können also Informationen und Ratschläge geben.

Trotzdem macht das Thema seit langem Ärger, denn kaum jemand hatte einen Durchblick: Wer versucht eigentlich Einfluss zu nehmen und wie? Anders als beim Spielplatz-Beispiel war das nicht leicht zu erkennen. Fachleute sagen: Es war nicht transparent. Hinzu kam die Sorge, Gruppen mit viel Geld oder Macht könnten besonders großen Einfluss nehmen.

Deshalb hat der Bundestag in Berlin nun strengere Regeln beschlossen. Lobby-Profis müssen sich künftig in eine Liste eintragen. In der steht dann, für wen sie arbeiten und wie viel Geld dafür ausgegeben wird. Diese Liste kann jeder ansehen.

Dennoch sind jetzt nicht alle glücklich mit der Lösung. So sagte etwa ein Fachmann für Lobbyismus: "Wir werden auch in Zukunft keine Transparenz über die konkrete Lobbyarbeit bekommen oder höchstens eine sehr dünne."
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