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Schweine in Gefahr

Von: dpa

Meldung vom 14.09.2020

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Berlin (dpa) - Im Bundesland Brandenburg wurde bei einem toten Wildschwein ein gefährliches Virus entdeckt. Das Tier hatte die Afrikanische Schweinepest.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine Tierseuche, die Hausschweine und Wildschweine befällt. Sie wird oft mit den Buchstaben ASP abgekürzt. Die Krankheit wird durch ein Virus übertragen und ist sehr ansteckend. "Wie der Name schon sagt, kommt sie ursprünglich aus Afrika", erklärt die Biologin Elke Reinking. "Dort tragen Warzenschweine das Virus mit sich, ohne krank zu werden." Unsere Haus- und Wildschweine kommen mit dem Virus jedoch nicht zurecht. Sie bekommen davon hohes Fieber und sterben fast immer.

Das Virus kann lange überleben - auch in Fleisch und Wurst. Es könnte also über Speiseabfälle von Menschen nach Europa gekommen sein. Nach Deutschland ist das Virus wohl aus unserem Nachbarland Polen gelangt. Dort gibt es schon länger Probleme mit ASP.

Leider lässt es sich derzeit nicht verhindern, dass mehr Schweine krank werden, denn es gibt weder Medikamente noch einen Impfstoff gegen das Virus. Die Schweinehalter müssen deshalb stark auf die Hygiene achten. Außerdem versuchen sie, dass ihre Hausschweine keinen Wildschweinen begegnen.

Wir Menschen müssen uns zum Glück keine Sorgen machen. "Die Seuche ist für uns absolut ungefährlich", sagt die Expertin. "Auch wenn es uns etwas komisch vorkommt: Sogar Fleisch und Wurst, in dem das Virus steckt, könnten wir bedenkenlos essen." Allerdings können wir das Virus durch die Lebensmittel verbreiten.

In Europa können Landwirte ihr Schweinefleisch weiterhin verkaufen. Nur aus dem betroffenen Gebiet in Brandenburg dürfen gerade keine Tiere und kein Schweinefleisch herausgebracht werden. Die Länder Südkorea und China in Asien hingegen haben bereits die Einfuhr von Schweinefleisch aus Deutschland gestoppt.
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