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Dem Virus Grenzen setzen

Von: dpa

Meldung vom 27.07.2020

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Frankfurt/Berlin (dpa) - Viren machen nicht an Landesgrenzen halt. Das hat auch das Coronavirus in den vergangenen Monaten gezeigt. Nach und nach hat es sich überall auf der Welt ausgebreitet. Wie hat es das geschafft? Die Antwort lautet: über reisende Menschen.

Denn wenn sich zum Beispiel jemand im Urlaub mit dem Virus ansteckt, kann er es auch mit nach Hause bringen. Das war auch Anfang des Jahres so. Damals hatten das Virus wohl viele Menschen aus dem Ski-Urlaub mitgebracht. Zu Hause in Deutschland breitete es sich weiter aus.

Zurzeit sind wieder viele Menschen im Urlaub. Und das Coronavirus gibt es immer noch. Allerdings sind manche Länder stärker davon betroffen als andere. Experten sagen: Dort ist das Risiko höher, sich anzustecken. Man spricht deshalb von Risikogebieten. Dazu gehören gerade über hundert Länder, zum Beispiel die Türkei und die USA.

Wie kann man nun also verhindern, dass die Menschen das Virus aus solchen Gebieten mit nach Deutschland bringen? Darüber haben die Gesundheitsminister mehrmals beratschlagt. Jetzt haben sie sich geeinigt: Menschen aus Risikogebieten können sich direkt nach ihrer Rückkehr kostenlos auf das Virus testen lassen. Dazu werden Teststellen zum Beispiel an Flughäfen eingerichtet werden.

"Auch Reisende aus Nicht-Risikoländern können sich innerhalb von 72 Stunden testen lassen", sagte eine Politikerin. "Allerdings nicht in den Flughäfen." Das gilt auch für Menschen, die mit Auto, Bus oder Bahn zurückkommen. Testen lassen kann man sich zum Beispiel in Arztpraxen und Gesundheitsämtern.

Zeigt der Test, dass man sich mit dem Coronavirus angesteckt hat, muss man für zwei Wochen in Quarantäne. Das bedeutet: Man darf sein Zuhause nicht verlassen und keinen Kontakt zu anderen haben. So kann man einem Virus zumindest ein paar Grenzen setzen.
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