Wölfe jagen wird leichter

Von: dpa

Meldung vom 09.03.2026

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Berlin/Hannover (dpa) - Im Märchen sind Wölfe ganz klar die Bösen. In der Geschichte vom Rotkäppchen frisst der Wolf Rotkäppchens Großmutter. Mit dem echten Leben haben solche Geschichten nichts zu tun.

Trotzdem haben manche Menschen etwas gegen Wölfe. Immer wieder wird heftig über die Tiere gestritten. Es geht um die Frage, wie wir mit den Wölfen in Deutschland umgehen sollen.

150 Jahre lang galten Wölfe bei uns als ausgestorben. Vor mehr als 20 Jahren kehrten dann die ersten Tiere über unser Nachbarland Polen zurück zu uns. Naturschützer feiern das als großen Erfolg. Sie sagen, Naturschutz und Artenschutz funktionieren. Die Wölfe fühlen sich wohl: Sie bekommen Nachwuchs und breiten sich aus. Ungefähr 1.600 der Tiere leben in Deutschland.

Wölfe sind sogar selbst Natur- und Artenschützer. Sie jagen Rehe und Hirsche. So verhindern sie, dass zu viele davon in den Wäldern leben. Der Wald kann sich deshalb gut entwickeln. Bäume können wachsen, ohne dass ein Reh oder Hirsch daran herumknabbert.

Seit Wölfe wieder in Deutschland zu Hause sind, haben sie niemals einen Menschen angegriffen. Allerdings töten sie Nutztiere. Besonders häufig erwischen die Wölfe Schafe, aber auch Ziegen und Kälber. Das ist traurig für die Besitzer. Außerdem verdienen sie weniger Geld. Denn Landwirte leben schließlich von ihren Tieren.

Die Landwirte können Geld beantragen, um zum Beispiel bessere Zäune um ihre Schafherden zu bauen. Das hilft, aber es macht auch mehr Arbeit.

Bislang war der Wolf besonders streng geschützt. Doch Politiker und Politikerinnen im Bundestag haben am 5. März beschlossen: Der Wolf soll in Deutschland gejagt werden dürfen. Dafür gelten aber Regeln: Jäger dürfen den Wolf zum Beispiel nur erschießen, wenn er Weidetiere getötet hat.

Im Bundesrat müssen noch die Bundesländer zustimmen. Erst dann können die neuen Regeln kommen.