Antworten geben an der Haustür

Von: dpa

Meldung vom 16.05.2022

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Wiesbaden (dpa) - Wie viele Menschen genau in Deutschland leben, weiß niemand exakt. Bestimmte Behörden wollen aber jetzt einen besseren Überblick bekommen. Deswegen haben sie am Sonntag eine Volkszählung gestartet, auch Zensus genannt.

Dabei wird nicht nur einfach gezählt. Sondern Millionen Leute werden zum Beispiel auch gefragt, wie alt sie sind und mit wie vielen Menschen sie in einer Wohnung wohnen. Manche Menschen bekommen noch weitere Fragen gestellt, zum Beispiel, welchen Beruf sie ausüben.

Gefragt wird nicht jede und jeder, sondern nur ein Teil der Haushalte bekommt Besuch. Interviewerinnen und Interviewer melden sich dafür an, kommen vorbei und stellen dann einer Person an der Wohnungstür Fragen. Kinder werden normalerweise nicht befragt.

Wer zum Mitmachen aufgefordert wird, muss antworten. Das steht im Zensusgesetz. Wer sich weigert, könnte sogar bestraft werden, das kann zum Beispiel 300 Euro kosten.

Aus den vielen Antworten berechnen die Fachleute dann die Gesamtzahlen für den Zensus. Die Volkszählung ist vor allem wichtig für die Politikerinnen und Politiker, damit sie besser entscheiden können. So erfahren sie zum Beispiel, wo eine zusätzliche Schule gebraucht wird, weil dort viele Kinder leben. Oder sie berechnen anhand der Zahl der Einwohner, wo mehr Straßen oder mehr Wasserleitungen gebraucht werden. Alle zehn Jahre gibt es eine Volkszählung.

Einige Menschen sehen die Befragung kritisch. Sie wollen diese Informationen nicht nennen. Zum Beispiel fürchten sie, dass ihre Daten danach für andere Dinge missbraucht werden könnten. Die Ämter aber versichern: Die Daten werden schnell anonymisiert, also vom Namen getrennt. Der Präsident eines Statistik-Amtes sagte: "Machen Sie mit - der Zensus ist für uns alle da."
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