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Buchabbildung

 
Kommentar: Hundert Jahre Familiengeschichte, vier Generationen Geheimnisse und eine Landschaft, die die Klammer für den spannenden und gefühlvoll geschilderten Plot bildet. Wer ist schon frei von Schuld? Die Frage ist doch mehr, wie man mit der Schuld, die man auf sich geladen hat, umgeht, oder? Unbedingt lesenswert und zu Recht für den Jugendliteraturpreis nominiert! (Marc Pinther)
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Kommentar: Unerklärliche Ereignisse verdichten die unheimliche Atmosphäre: Einbruchsspuren, explosive Laute und schattenhafte Gestalten jagen durch die Gänge. Verdächtigungen, aufploppende Motive und neue Indizien häufen sich, bis praktisch jede anwesende Person als Täter infrage kommt. Kathie Kento versteht ihr Handwerk und treibt die bedrückende Verunsicherung gekonnt auf die Spitze. Als schließlich die vermisste letzte Seite von Giffards Testament auftaucht, die einen Suizid nahelegt und die Erbfolge zu regeln scheint, kehrt nur kurz Ruhe ein - die Inszenierung wird rasch entlarvt. Im furiosen Finale läuft Toni zur Höchstform auf und seziert mit psychologischem Feingefühl das von Konflikten geprägte Doppelleben des berühmten Autors. Am Ende fügen sich die vielen, teils bewusst irreführenden Puzzleteile zu einem schlüssigen Gesamtbild zusammen. Der Leser ist gefordert, Fährten und Motive aufmerksam zu kombinieren, um den roten Faden nicht zu verlieren. Jedes Kapitel lüftet Schichten des Geheimnisses, bis ein spektakulärer Plot-Twist den Ermittlungen eine radikale Wendung verleiht. Das Ergebnis ist eine hochspannende, komplexe und atmosphärisch dichte Lektüre. (Albert Hoffmann)
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Kommentar: Vom Fenster aus beobachtet Sascha Tag für Tag einen älteren Herrn mit Rucksack, der von der örtlichen Buchhandlung aus Stammkunden mit Lektüre versorgt. Fasziniert schließt sie sich ihm kurzerhand ungefragt an. Dabei lernt sie nicht nur den passionierten Buchexperten Carl Kollhoff kennen - den sie vorher schon "Buchspazierer" getauft hat -, sondern auch dessen Kundschaft. Es sind eigenwillige, feinfühlig porträtierte Menschen mit ganz eigenen Sorgen und Sehnsüchten. Mit kindlicher Unvoreingenommenheit hinterfragt die aufgeweckte Sascha Routinen, die Kollhoff jahrelang als selbstverständlich galten: Sollen Leser wirklich nur das bekommen, was sie gewohnt sind - oder braucht ein schwermütiger Mensch nicht viel eher heitere, mutmachende Zeilen? Sascha taucht immer tiefer in diese Welt ein und erfährt, wie Bücher zum Fenster ins Leben werden und Menschen über Generationen hinweg verbinden. Vor lauter Eifer schwänzt sie schließlich sogar die Schule. Das ruft ihren alleinerziehenden Vater auf den Plan, der in seiner Sorge zunächst überreagiert, seinen Fehltritt jedoch einsieht und um Verzeihung bittet. Auch wenn die märchenhafte Handlung einem harten Realitätsabgleich kaum standhielte, berührt die Geschichte emotional auf ganzer Linie. Sie ist eine herzerwärmende Hommage an die heilsame Kraft des Lesens. Im harmonischen Zusammenspiel mit den heiteren, frischen Illustrationen von Annelie Schulze entfaltet das Buch einen warmherzigen Zauber, der junge wie erwachsene Leser gleichermaßen beglückt. (Albert Hoffmann)
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Kommentar: Es grenzt an ein Wunder, aber dieser Junge kriegt auf die Reihe, wozu seine Eltern nicht in der Lage waren. Damit aber noch nicht genug, Frankie fühlt sich zu Weiteren berufen, schließlich hat er das Weltretter-Enzym im Blut. Bei seinem besten Freund Lars ist ebenfalls der Familienfrieden in Schieflage geraten - und Lars in den Clinch zwischen seinen Eltern geraten. Frankie, der Superheld, erkennt die Situation mit Kennerblick und hat die perfekte Lösung parat. Er zieht in Lars' Zimmer und sperrt sich dort mit seinem Freund ein - bis die Eltern sich wieder zusammengerauft haben. Eine turbulente, psychologisch ergreifende Geschichte mit so manchen Höhepunkten, klug, einfühlsam und mit tiefsinnigem Hintergrund erzählt. Doch Zoran Drvenkar lässt seine Geschichte nicht in Trost- und Hoffnungslosigkeit entgleiten, was sich für ein Kinderbuch auch nicht eignen würde. Er, der geschickte, erfahrene Erzähler, weiß um seine Leser. Darum hebt er seine durchaus ernste Erzählung in eine locker-heitere Aura mit schelmischen Szenen, geprägt von Leichtigkeit und Lebensfreude. Ein Kunstkniff, der der Autor glänzend beherrscht. Dennoch kann er die Bedenken bezüglich der kognitiven und emotionalen Überforderung von Zehnjährigen nicht ganz verdrängen. (Albert Hoffmann)
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Kommentar: Grundschule und Geisterspuk lassen sich in Geschichten perfekt kombinieren, das ist Generationen von Schülern bekannt. Die Autorin Susan Niessen ist also nicht die Erste, die auf dieses Motiv setzt. Neuartig ist jedoch die Idee, daraus eine ganze Buchreihe zu basteln - mit großer Aussicht auf Erfolg. Denn hier erwischt sie die künftige Leserschicht auf zweierlei Weise: Ihr Aktionsfeld Schule kennen die Kinder nur zu gut aus ihrer Alltagserfahrung, das Interesse an Spuk, Geistern, generell magischen Vorkommnissen liegt dieser Klientel im Blut. Bei ihrer Geheimtour durch die Villa Einsiedel stoßen sie auf Otto, den Jungen, der schon lange tot ist, aber als Geist immer noch gerne "Tim und Struppi"-Magazine anschaut. - Man liest sich immer schneller durch die kleineren und größeren Abenteuer dieser sympathischen und mutigen Schüler. (Albert Hoffmann)
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Kommentar: Ein umfangreicher Kinderroman, der sich vielleicht besonders für den Winter anbietet: Fjolla spürt eine starke Verbindung zu Eisbären und weiß nicht, dass sie damit an ein Familiendrama erinnert. Das Buch bietet eine spannende Story mit viel Abenteuer, eine Freundschaftsgeschichte, die nach und nach entsteht, starke Figuren, die erst gemeinsam etwas bewirken können und ein bisschen Magie im Schnee. (Beate Endersch)
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Kommentar: Man muss Kristina Ohlsson zugestehen, dass sie es mühelos versteht, eine zunehmend beklemmende Grundstimmung zu erzeugen. Der Roman ist packend, aber auch düster und zutiefst unheilvoll. Man kann das Buch kaum aus der Hand legen, wenngleich man sich fragen könnte, ob nicht etwas zu viele Thriller-Elemente eingebaut sind. Schließlich geht es nicht nur um den undurchsichtigen Bill und seine Machenschaften, sondern auch um Themen wie Scheidung, die Trennung von der Mutter und Omas fortschreitende Demenz. Dennoch: Dieses Buch ist wunderschön geschrieben, und der Gänsehautfaktor ist garantiert. (Albert Hoffmann)
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Kommentar: Die Suche nach der Mutter ist eines der beständigsten Motive der Kinder- und Jugendliteratur, das von klassischen Märchen bis zu modernen Dystopien reicht. Symbolisch steht die Mutter für bedingungslose Liebe, Sicherheit und Heimat. Ihr Fehlen setzt die Suche nach diesem verlorenen Zustand der Geborgenheit, dem verlorenen Paradies, in Gang. Am Ende der Suche sind die Kinder meist entidealisiert, aber in jedem Fall gereift. Sie sind gezwungen, ihre Eltern als fehlbare Menschen zu akzeptieren. Katya Balen hat mit diesem Roman eine durch und durch fantasievoll-spannende und psychologisch tiefgründige Geschichte geschaffen. Erzählt mit ästhetischer Sprachkunst und in einem ruhigen Erzählfluss, wird die Lektüre zu einem angenehmen Genuss. (Albert Hoffmann)
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Kommentar: Im versteinerten Herzen des Dachses regen sich längst vergessene Gefühle: Fürsorge, Zuneigung und Freude. Das Küken stellt sein geordnetes Leben zwar auf den Kopf, schenkt ihm aber auch Momente puren Glücks. Diese neu gefundene Lebensfreude ist so stark, dass sie selbst dann nicht endet, als nach einer gewissen Zeit das zum Enterich mutierte Küken eine süße Ente und Enkelküken mitbringt. Der Dachs hat gelernt, sein Herz zu öffnen. Eine Geschichte, die man mit einem Lächeln verschlingt. Die Erzählung wird durch einzigartige Papiercollagen ergänzt, die mit malerischen Details verfeinert sind. Landschaften, Räume und Figuren erhalten dadurch eine fast dreidimensionale Tiefe, die das Buch auch zu einem visuellen Erlebnis macht. (Albert Hoffmann)
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Kommentar: Jessie Burton verwebt historische Fakten meisterhaft mit den psychologischen Wirkungen des Flusses zu einer fantastischen, überbordenden Erzählung. Der Roman beginnt wie ein spannender Krimi und entfaltet sich zu einer warmherzigen Familiengeschichte über Hoffnung, Freude, Leid und Trauer, die den Leser wie ein Sog bis zur letzten Seite fesselt. (Albert Hoffmann)
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Kommentar: Es gibt Geschichten, deren scheinbare Schlichtheit trügt - weil sie eine Tiefe besitzen, die sich erst beim Lesen ganz allmählich offenbart. Will Gmehlings 'Der Sternsee' ist ein solches Buch. Seine Qualität drängt sich nicht auf, doch am Ende verströmt diese Erzählung eine emotionale Kraft, die gleichermaßen beglückt wie bewegt. Im Laufe der Geschichte tritt das Phänomen des Sees schließlich in den Hintergrund; das Rätsel löst sich auf und verliert an öffentlichem Interesse. Stattdessen entpuppt sich das Buch als ein Werk, das der psychischen Verfassung heutiger Jugendlicher mit tiefer Empathie begegnet. Wieder einmal ist es die Natur, die dem Menschen in seiner Not als Zuflucht dient und Heilung ermöglicht. "Der Sternsee" ist eine Geschichte mit Nachhall: spannend im Ablauf, emotional stark und in seiner Wirkung nachhaltig. Dass dieser "poetische Kinderroman" auf der Nominierungsliste für den Kinder- und Jugendbuchpreis 2026 steht, ist mehr als verdient. (Albert Hoffmann)
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Kommentar: Die Autorin Lisa Rühl vermittelt diese pädagogisch wertvolle Botschaft auf eine sehr feinfühlige und kindgerechte Weise. Besonders charmant: Die Schafe kommentieren das Geschehen in amüsanten Reimen. Großzügige, humorvolle Illustrationen fangen die Stimmung perfekt ein. Klug strukturierte Info-Seiten ergänzen die Geschichte und machen das Buch zu einem anspruchsvollen Lesevergnügen. Mit dem Fall des Zauns beginnt für die Schafe nicht nur ein neues Leben, sondern ein wertvoller Lernprozess, der zeigt, wie bereichernd ein Miteinander sein kann. (Albert Hoffmann)
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Kommentar: Eine Liebesgeschichte der leisen Töne und großen Zartheit. Gleichzeitig ist ihre Verbindung ein kraftvoller Aufstand gegen tief verwurzelte Vorurteile und gesellschaftliche Klischees. Doch ihr Glück steht auf Messers Schneide: Die feindselige Umwelt droht die Beziehung immer wieder zu zerreißen. Dennoch vermittelt der Roman eine erstaunliche Zuversicht. Man fiebert mit den beiden mit und beginnt zu glauben, dass sie sich von den Zwängen ihrer Herkunft befreien können. Eine zentrale Stütze ist dabei Herr Franz, Mo's Arbeitgeber, der als toleranter Mentor die nötige psychisch-emotionale Unterstützung bietet. Bis zum Finale hält die Autorin die Spannung mühelos aufrecht. Am Ende bleibt die kraftvolle Botschaft: Die Zukunft gehört Menschen wie Mo und Moritz - jenen, die Offenheit und moralische Integrität über veraltete Konventionen stellen. Einziger Wermutstropfen: Die Autorin packt in ihrem Eifer fast zu viele komplexe Themen in ihre Geschichte, die dadurch nicht immer die nötige Tiefe erfahren können. (Albert Hoffmann)
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Kommentar: "Starfish" ist ein Buch, das nicht nur eine Geschichte erzählt, sondern eine wichtige Botschaft verkündet: Die Ermutigung, sich zu wehren und den Platz in der Gesellschaft einzunehmen, der einem zusteht - mit Würde und Stolz. Besonders hervorzuheben ist die poetische Form des Romans, die in den letzten Jahren immer beliebter wurde. Die bewusst gesetzten "leeren Stellen" bieten genau den Raum, den Ellies Gefühle benötigen, um ihre volle Wirkung zu entfalten. Eine kleine kritische Anmerkung bleibt: Während Ellies inneres Wachstum mit Freude wahrgenommen wird, macht die negativ erfolgte Charakterisierung der Mutter befremdlich. Hier muss die Frage erlaubt sein, ob die Autorin clever handelt, wenn sie die medizinisch-gesundheitliche Komponente von Fettleibigkeit völlig außer Acht lässt. (Albert Hoffmann)
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Kommentar: Es gab wohl keine Zivilisation, die den Tod als das absolute Ende betrachtete. Stattdessen blühten überall auf der Welt Vorstellungen von einem Jenseits auf, die zwar unterschiedlich geartet waren, aber stets von der wilden und farbenfrohen Fantasie der Menschen zeugten. Trotz der ernsten Thematik lässt das Buch den Leser nicht in Trübsinn oder Melancholie versinken. Dafür sorgen die wunderschönen, plastisch angelegten Illustrationen und die lebendigen Schilderungen der verschiedenen Paradiese. Der Leser erfährt eindrucksvoll, dass das Universum der Mythen rund um das Jenseits nicht nur düster, sondern vor allem bunt, spannend und überraschend belebend gesehen wird. (Albert Hoffmann)
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Kommentar: Mit "Ein Einhorn namens Oktober" ist Maria Höck eine bezaubernde und warmherzige Geschichte gelungen. Das Buch vermittelt Kindern auf spielerische Weise, dass Freundlichkeit eine der mächtigsten Zauberkräfte überhaupt sein kann. Die Illustrationen unterstützen diese Botschaft durch eine besonders wohlige Ästhetik: Warme Töne wie Ocker, Rostrot, Senfgelb, Moosgrün und Kürbisorange dominieren das Bild. Die gewählte Farbpalette erzeugt ein "kuscheliges" Gefühl von Geborgenheit, das die moralische Botschaft der Geschichte sanft einrahmt. (Albert Hoffmann)
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Kommentar: Eine packend erzählte Geschichte und ein raffiniert durchdachtes Plot. Man ist von der ersten Seite an gefesselt und der Spannungsbogen bleibt dank authentischer Charaktere, stets wechselnder Perspektiven und überraschender Twists kontinuierlich hoch. Großartig!
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Kommentar: Ein spannendes, rasantes Gamingabenteuer, welches ganz nebenbei zum Auseinandersetzen mit künstlicher Intelligenz animiert.
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Kommentar: Praktische Tipps zum richtigen Zähneputzen sind humorvoll verpackt, leicht zu merken und dank der tollen Illustrationen wunderbar nachvollziehbar.
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Kommentar: Manchmal ist es so schön mit einem Freund oder einer Freundin, dass man am liebsten immer alles zusammen machen möchte. Das kennen auch Kinder. Das kleine Mädchen hier im Buch ist glücklich mit der kleinen Gans. Aber es muss Abschied nehmen - zum Glück nicht für immer. Das Bilderbuch besticht zudem durch liebevolle Illustrationen. (Beate Endersch)