Hilfe für kleine Heuler

Von: dpa

Meldung vom 8.6.2026

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Norddeich/Friedrichskoog (dpa) - Fische jagen, spielen und schwimmen: Vieles im Leben von Seehunden spielt sich im Wasser ab. Klar, es sind Meeressäugetiere. Es sei jedoch auch nicht ungewöhnlich, die Tiere am Strand zu treffen. Denn man befindet sich dort im Schlafzimmer der Seehunde. Das schreibt eine Seehundstation in einem Hinweis.

Bei Ebbe ruhen Seehunde auf Sandbänken oder an Stränden. Dort kommen auch ihre Jungtiere zur Welt. In den Monaten Juni und Juli ist es so weit. Mehr als 7000 Robben-Jungtiere werden jedes Jahr im deutschen Teil des Wattenmeeres geboren.

Dabei kommt es vor, dass kleine Robben von ihrer Mutter getrennt werden. Das passiert etwa durch Stürme oder weil sie gestört werden. Die mutterlosen Jungtiere werden Heuler genannt, weil sie heulend rufen. Aber nicht jedes einsame Robben-Baby am Strand ist ein Heuler. Es gilt: unbedingt in Ruhe lassen und keinesfalls anfassen.

Fachleute können am besten beurteilen, ob ein junger Seehund wirklich Hilfe braucht. Ist das der Fall, kommen die Heuler in eine Seehundstation. In der Station in Friedrichskoog, einem Ort an der Nordsee, werden die Jungtiere aufgepäppelt. Drei davon sind Tilda, Hedda und Ida. Anfang Juni sind sie in den Aufzuchtbereich der Station umgezogen. Sie fressen bereits Fisch und es geht ihnen gut, heißt es.

In Friedrichskoog werden sie auf ihr Leben in Freiheit vorbereitet. Wenn die kleinen Seehunde mindestens 25 Kilogramm wiegen, werden sie wieder ins Meer entlassen. Man sagt dazu: auswildern.