Aktion gegen extremen Verkehr

Von: dpa

Meldung vom 1.6.2026

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Matrei am Brenner (dpa) - Hör doch mal! Das große Rauschen ist verschwunden! Es kommt sonst ununterbrochen von Lastwagen und Autos, die auf der Brenner-Route vorbeifahren. Jetzt ist es still an dieser Straße in den Alpen, wenn auch nur für einen Tag.

Das ist so ungewöhnlich, dass von überall her Reporter und Reporterinnen gekommen sind. Sie wollen über die Protest-Aktion an der bekannten Straße berichten. Anwohner im Land Österreich haben die Brenner-Route am vergangenen Wochenende für einen Tag gesperrt.

Normalerweise rauschen hier jeden Tag Zehntausende Fahrzeuge vorbei. Die Straße ist ungeheuer wichtig für Verkehrsverbindungen in der Mitte von Europa. Der Brenner bildet die Grenze zwischen den Ländern Österreich und Italien.

Viele Lastwagen liefern und holen Waren über diese Straße. Aber auch deutsche Familien sind dort unterwegs, auf dem Weg in die Ferien. Der Verkehr wird seit Jahren immer stärker.

Neben der Brenner-Autobahn leben aber auch Menschen in eher kleineren Ortschaften. Für die ist der Verkehrslärm unerträglich geworden. Dazu kommt die schlechte Luft: "Wir kollabieren mittlerweile unter den extremen Abgasen", sagte ein Bürgermeister aus der Gegend.

Er und Tausende Anwohner fordern endlich Hilfe und Veränderung. Besserer Schutz vor dem Lärm ist eine Sache. Aber vor allem sollen mehr Transporte über die Bahn laufen statt auf der Straße.

Dazu soll auch Deutschland beitragen: Denn ein neuer Bahntunnel ist in Italien und Österreich in Arbeit. Dazu gehört auch ein Stück in Bayern. Aber dort verzögert sich die Planung.

Auch an einer anderen Alpenstraße in Österreich soll es Ende Juni eine Sperrung für eine Demonstration geben. Dann allerdings nur für zwei Stunden und nicht einen ganzen Tag lang.