Schiller war ein ernster Dichter. Nicht ganz einfach also, seine Gedichte und Texte zu lesen; insbesondere wenn man noch ein Kind ist. Doch versuchen kann man es ja. Ein "großer" Dichter ist er allemal.
Peter Härtling ist es, gemeinsam mit Hans Traxler, gelungen, einen neuen, von alten Zwängen unverstellten Zugang zu eröffnen, das scheinbar Vertraute in neuer Perspektive zu zeigen und neben bekannten auch weniger bekannte, komische und humorvolle Texte des Klassikers zu versammeln. Dabei zeigt sich Schiller auch von einer erstaunlich nichtklassischen Seite, vor allem, wenn ihn der Alltag plagte. Als er, beispielsweise, mit dem Don Carlos nicht so recht vorankam, weil ihn der Lärm des Waschtags beim Dichten störte, machte er seinem Ärger Luft mit einer scherzhaften Bittschrift, die er an die "weibliche Waschdeputation" richtete: "Die Wäsche klatscht vor meiner Tür, / es scharrt die Küchenzofe - / und mich - mich ruft das Flügeltier / nach Königs Philipps Hofe."
Schiller war ein ernster Dichter. Nicht ganz einfach also, seine Gedichte und Texte zu lesen; insbesondere wenn man noch ein Kind ist. Doch versuchen kann man es ja. Ein "
großer" Dichter ist er allemal.
Peter Härtling ist es, gemeinsam mit Hans Traxler, gelungen, einen neuen, von alten Zwängen unverstellten Zugang zu eröffnen, das scheinbar Vertraute in neuer Perspektive zu zeigen und neben bekannten auch weniger bekannte, komische und humorvolle Texte des Klassikers zu versammeln. Dabei zeigt sich Schiller auch von einer erstaunlich nichtklassischen Seite, vor allem, wenn ihn der Alltag plagte. Als er, beispielsweise, mit dem Don Carlos nicht so recht vorankam, weil ihn der Lärm des Waschtags beim Dichten störte, machte er seinem Ärger Luft mit einer scherzhaften Bittschrift, die er an die "weibliche Waschdeputation" richtete: "Die Wäsche klatscht vor meiner Tür, / es scharrt die Küchenzofe - / und mich - mich ruft das Flügeltier / nach Königs Philipps Hofe."