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Buchabbildung

 
Kommentar: Unerklärliche Ereignisse verdichten die unheimliche Atmosphäre: Einbruchsspuren, explosive Laute und schattenhafte Gestalten jagen durch die Gänge. Verdächtigungen, aufploppende Motive und neue Indizien häufen sich, bis praktisch jede anwesende Person als Täter infrage kommt. Kathie Kento versteht ihr Handwerk und treibt die bedrückende Verunsicherung gekonnt auf die Spitze. Als schließlich die vermisste letzte Seite von Giffards Testament auftaucht, die einen Suizid nahelegt und die Erbfolge zu regeln scheint, kehrt nur kurz Ruhe ein - die Inszenierung wird rasch entlarvt. Im furiosen Finale läuft Toni zur Höchstform auf und seziert mit psychologischem Feingefühl das von Konflikten geprägte Doppelleben des berühmten Autors. Am Ende fügen sich die vielen, teils bewusst irreführenden Puzzleteile zu einem schlüssigen Gesamtbild zusammen. Der Leser ist gefordert, Fährten und Motive aufmerksam zu kombinieren, um den roten Faden nicht zu verlieren. Jedes Kapitel lüftet Schichten des Geheimnisses, bis ein spektakulärer Plot-Twist den Ermittlungen eine radikale Wendung verleiht. Das Ergebnis ist eine hochspannende, komplexe und atmosphärisch dichte Lektüre. (Albert Hoffmann)
Buchabbildung

 
Kommentar: Die Suche nach der Mutter ist eines der beständigsten Motive der Kinder- und Jugendliteratur, das von klassischen Märchen bis zu modernen Dystopien reicht. Symbolisch steht die Mutter für bedingungslose Liebe, Sicherheit und Heimat. Ihr Fehlen setzt die Suche nach diesem verlorenen Zustand der Geborgenheit, dem verlorenen Paradies, in Gang. Am Ende der Suche sind die Kinder meist entidealisiert, aber in jedem Fall gereift. Sie sind gezwungen, ihre Eltern als fehlbare Menschen zu akzeptieren. Katya Balen hat mit diesem Roman eine durch und durch fantasievoll-spannende und psychologisch tiefgründige Geschichte geschaffen. Erzählt mit ästhetischer Sprachkunst und in einem ruhigen Erzählfluss, wird die Lektüre zu einem angenehmen Genuss. (Albert Hoffmann)
Buchabbildung

 
Kommentar: Jessie Burton verwebt historische Fakten meisterhaft mit den psychologischen Wirkungen des Flusses zu einer fantastischen, überbordenden Erzählung. Der Roman beginnt wie ein spannender Krimi und entfaltet sich zu einer warmherzigen Familiengeschichte über Hoffnung, Freude, Leid und Trauer, die den Leser wie ein Sog bis zur letzten Seite fesselt. (Albert Hoffmann)
Buchabbildung

 
Kommentar: Eine Liebesgeschichte der leisen Töne und großen Zartheit. Gleichzeitig ist ihre Verbindung ein kraftvoller Aufstand gegen tief verwurzelte Vorurteile und gesellschaftliche Klischees. Doch ihr Glück steht auf Messers Schneide: Die feindselige Umwelt droht die Beziehung immer wieder zu zerreißen. Dennoch vermittelt der Roman eine erstaunliche Zuversicht. Man fiebert mit den beiden mit und beginnt zu glauben, dass sie sich von den Zwängen ihrer Herkunft befreien können. Eine zentrale Stütze ist dabei Herr Franz, Mo's Arbeitgeber, der als toleranter Mentor die nötige psychisch-emotionale Unterstützung bietet. Bis zum Finale hält die Autorin die Spannung mühelos aufrecht. Am Ende bleibt die kraftvolle Botschaft: Die Zukunft gehört Menschen wie Mo und Moritz - jenen, die Offenheit und moralische Integrität über veraltete Konventionen stellen. Einziger Wermutstropfen: Die Autorin packt in ihrem Eifer fast zu viele komplexe Themen in ihre Geschichte, die dadurch nicht immer die nötige Tiefe erfahren können. (Albert Hoffmann)
Buchabbildung

 
Kommentar: "Starfish" ist ein Buch, das nicht nur eine Geschichte erzählt, sondern eine wichtige Botschaft verkündet: Die Ermutigung, sich zu wehren und den Platz in der Gesellschaft einzunehmen, der einem zusteht - mit Würde und Stolz. Besonders hervorzuheben ist die poetische Form des Romans, die in den letzten Jahren immer beliebter wurde. Die bewusst gesetzten "leeren Stellen" bieten genau den Raum, den Ellies Gefühle benötigen, um ihre volle Wirkung zu entfalten. Eine kleine kritische Anmerkung bleibt: Während Ellies inneres Wachstum mit Freude wahrgenommen wird, macht die negativ erfolgte Charakterisierung der Mutter befremdlich. Hier muss die Frage erlaubt sein, ob die Autorin clever handelt, wenn sie die medizinisch-gesundheitliche Komponente von Fettleibigkeit völlig außer Acht lässt. (Albert Hoffmann)
Buchabbildung

 
Kommentar: Es gab wohl keine Zivilisation, die den Tod als das absolute Ende betrachtete. Stattdessen blühten überall auf der Welt Vorstellungen von einem Jenseits auf, die zwar unterschiedlich geartet waren, aber stets von der wilden und farbenfrohen Fantasie der Menschen zeugten. Trotz der ernsten Thematik lässt das Buch den Leser nicht in Trübsinn oder Melancholie versinken. Dafür sorgen die wunderschönen, plastisch angelegten Illustrationen und die lebendigen Schilderungen der verschiedenen Paradiese. Der Leser erfährt eindrucksvoll, dass das Universum der Mythen rund um das Jenseits nicht nur düster, sondern vor allem bunt, spannend und überraschend belebend gesehen wird. (Albert Hoffmann)
Buchabbildung

 
Kommentar: Eine packend erzählte Geschichte und ein raffiniert durchdachtes Plot. Man ist von der ersten Seite an gefesselt und der Spannungsbogen bleibt dank authentischer Charaktere, stets wechselnder Perspektiven und überraschender Twists kontinuierlich hoch. Großartig!